Widerspruch

Darum ging es also. Um nichts. Beziehungsweise um einen völlig normalen Vorgang: der Fahrradfahrer hat den Polizisten aufgefordert, seine Dienstnummer zu nennen.

Und man stelle sich mal vor, dazu hat er auch das Recht. Gegen jeden hoheitlichen Akt (und die Aktion eines Polizisten ist hoheitlich) darf innerhalb 2 Wochen Widerspruch eingelegt werden, das wissen wir ja alle. Damit man das gegenüber Vertretern des Staates auch kann, ist man berechtigt, die Dienstnummer zu erfahren.

Der Polizist hat diese bekanntzugeben, fertig. Insofern ist das schon mal formal schiefgelaufen. Mal ganz abgesehen von den Prügeln, als der Fahrradfahrer auf eigene Faust versucht hat, die Dienstnummer zu erfahren.

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2 Antworten

  1. Frage: was will uns der Autor damit sagen? Dass der Radfahrer selber schuld ist dass er Prügel bezogen hat? Nee, das meinste bestimmt nicht. Aber was dann? Ich vermute du meinst, dass der Cop völlig überreagiert hat? Dann: full ACK. Leider ist im Selbstverständnis einiger Cops grundlegend etwas durcheinander geraten und jetzt scheint sich eine klitzekleine Chance aufgetan zu haben, das auf großer Ebene zu korrigieren. Zumindest mal an die Öffentlichkeit zu bringen.

  2. Nun ja, wie ich schon sagte:

    Macht an jemanden zu übertragen, kann nur dann OK sein, wenn diese Macht nicht mißbraucht wird. Falls das doch mal der Fall sein sollte, hat der Bürger (von dem die Macht ja entliehen worden ist, in diesem Fall an den Polizisten), das Recht, diesen Machtmißbrauch bei dem Vorgesetzten zu melden. Das geht natürlich nur, wenn man den „im Auftrag des Staates Handelnden“ identifizieren kann, und das wollte der Fahrradfahrer.

    Wäre der Polizist im Recht gewesen, hätte er ihm seine Nummer gegeben und gut. Aber der hat schon gewußt, wieso er das nicht getan hat. Und als der Radfahrer dies (zurecht) auf eigene Faust gemacht hat (weil ihm nichts anderes übrig geblieben ist), ist der Polizist ausgerastet.

    Ertappt.

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