Monsters (Kritik + Trailer)

So macht Science Fiction Spass.

Gestern nach dem letzten (JUBEL!) Präsenzseminar meines Studiums bin ich auf dem Heimweg noch in den Saturn, um mich nach Filmen umzuschauen. Da kann einen der heilige Schlag treffen: jede DVD 12,99 € und die „Angebote“ kosten dann immer noch einen schlappen Zehner.

So sehr mich manche Filme interessiert hätten, ich habe (mal wieder) keinen gekauft. Da mache ich nicht mit. Wahrscheinlich wollen die ein Verramschen der DVDs vermeiden, weil die Blu Ray kommt, was weiss ich. Jedenfalls ist das bei Amazon nicht viel anders. Lediglich die Auswahl an Filmen suggeriert eine andere Preispolitik (klar findest du unter zehntausenden Filmen auch welche für 2,99), aber etliche Filme aus dem Massen-Segment kosten da ebenfalls 13 €. Nicht, dass ich gegen das Bezahlen von Content bin, im Gegenteil. Aber mein Schluss ist dann eben nicht die Raubkopie, sondern der Verzicht (altmodisch, solls aber tatsächlich geben: ich MUSS nicht unbedingt einen Film haben, legal oder illegal).

Ich bin also heim und da habe ich mich daran erinnert, dass ich noch „Monsters“ ausgeliehen hatte (Schande: vor über einem halben Jahr…).

Also legte ich den Film ein und kann schon mal verraten: ich war begeistert. Allzu oft ist Science Fiction nicht viel mehr als Science Fiction – viel CGI, manchmal mehr oder weniger Philosophie, etwas Politik usw. aber nach so einem Film habe ich schon lange gesucht: der erzählt eine Geschichte zwischen zwei Menschen, nur eben in einem Science Fiction-Szenario.

Das Setting ist zunächst gewöhnlich: die Amis haben Sonden auf die Suche nach ausserirdischem Leben in unser Sonnensystem geschickt, und als eine davon bei der Heimkehr irgendwo zwischen Mexiko und den USA abstürzt, macht sich mutiertes ausserirdisches Leben auf der Erde breit. Die Zone wird unter Quarantäne gestellt und ständig herrscht Krieg gegen riesige (also riesige, riesige) krakenähnliche Aliens, die im Gegensatz zu ihren kleinen Vettern hierzuerde an Land über den Boden zu laufen. Das alles wird noch etwas genauer erläutert und wäre für einen Science Ficiton-Film sicherlich alles andere als ungewöhnlich, wenn da nicht die Beziehungsgeschichte zwischen Andrew und Samantha wäre: sie als Millionärstochter soll von ihm, der für den riesigen Verlag ihres Vaters als Fotograf arbeitet, nach den USA gebracht werden. Dummerweise befinden sich beide in San José und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände sind sie gezwungen, durch die verbotene Zone reisen zu müssen.

Und damit hat es sich auch schon mit Trivialitäten, denn auf die wird gänzlich verzichtet. Keine Bettler-Prinzessin-Lovestory, so gut wie keine Platzierung der typischen Schock-Effekte (ihr wisst schon: jene, bei denen in eine völlig ruhige Szene plötzlich ein schreiendes Alien ins Bild springt…), kein einfaches Gut und Böse. Die Spannung ist natürlich schon da – JA, es gibt in diesem Film tatsächlich Aliens und es gibt auch sowas wie Action und Nervenkitzel, aber der Film bietet ausserdem noch eine gut herausgearbeitete Beziehungsgeschichte, deren Verlauf ich natürlich nicht verrate. Und letztlich ist das Ende furios, berührend, einmalig.

Dazu kommt eine gute Kamera, die den Weg der beiden in bester Road-Movie-Manier zeichnet sowie ein völlig stilsicherer Soundtrack von Jon Hopkins, der sich perfekt einfügt. Ich war tatsächlich „in“ diesem Film und als er zuende war, habe ich mir noch den Abspann ageschaut – was ich sonst nicht tue.

Hier der Trailer und mein Tipp: unbedingt anschauen!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: