„Pelzfrei“-Demo in Stuttgart

Sie leben in Stuttgart und Umgebung und haben nicht genug Geld, ihre Tierliebe durch ein McDonalds-freies Leben in Island zu unterstützen?

Kein Problem: man kann auch in Stuttgart Stellung beziehen:

pelzfrei_flyer_front

Aktionstag Stuttgart Pelzfrei mit Demo ab 13.00 Uhr und Infoständen

Also, nichts wie hin!

B 313 31: Polizei peinigt Piraten

Das ging daneben:

Die Piratenpartei kann sich bei dem Polizisten bedanken, denn er hat ihrem Motto „Freiheit statt Angst“ im Zusammenhang mit dem Begriff des Überwachungsstaates eine wahrscheinlich ungewollte Schwere verliehen. Wurde die Piratenpartei bisher eher belächelt oder höchstens noch als Manifestation des Narzißmus einer infantilen Gesellschaft gesehen, beschleicht wohl jeden Betrachter des Videos ein verdammt ungutes Gefühl.

Von Horror-Phantasien kann hier keine Rede sein. Sollte bei der juristischen Rekonstruktion dieses Vorganges (und da kann man einen drauf lassen, daß diese erfolgen wird!) nicht etwas völlig anderes rauskommen, wird hier offensichtlich ein Demonstrant / Passant / (echter oder selbsternannter) Journalist aufgrund der ersichtlichen schriftlichen Erfassung der Vorgänge von einem Polizisten (Nr: 2212) auf den Boden gezerrt und grundlos von diesem und einigen seiner Kollegen zusammengeschlagen sowie verhaftet, d.h.: in einem Polizeieinsatzwagen mit dem Kennzeichen B 313 31 abgeführt.

Aus meiner Sicht interessant:
die Konfrontation mit dem Aufschrieb scheint des Polizisten Gemüt zu überfordern. Auf dem Zettel steht ja nichts, was nicht geschehen wäre (Foto folgt, habs in irgendeinem Blog gesehen – dürfte sich wie ein Lauffeuer verbreiten). Die schriftliche Fixierung, einem Tathergangs-Protokoll gleich, führt dem Polizisten vor Augen, daß der Schreibende sich selbst als Ordnungshüter versteht. Nämlich als mündiger Bürger, der sein Recht wahrnimmt, öffentliche Vorgänge für die Öffentlichkeit nachvollziehbar festzuhalten und womöglich zu veröffentlichen. Dem liegt die Auffassung zugrunde, daß der Polizist zwar Macht ausübt, diese aber nach strikten Regeln und zwar so, daß er seinen 80 Millionen Vorgesetzten dafür Rechenschaft abzulegen hat. Und das geht für den Polizisten mal gar nicht: er soll der Kontrollierte sein? Womöglich der Verbrecher? Tja, und da fühlt er sich dazu aufgerufen, die Verhältnisse in seinem Sinne wieder gerade zu rücken…

Bin mal gespannt, was der Kerl macht, wenn er diesen Vorgang und die Reaktionen darauf auf Youtube, Twitter und inzwischen bereits unzähligen Blogs nachverfolgen kann.

EDIT:

Ari auf homerecording.de schließt meinen Thread mit dem Hinweis auf das youtube-Video mit folgenden Worten:

„Poste dein Kram in Foren, wo sich dann andere Aufdiefressebekommer drüber auskotzen können. Aber nicht in einem Musiker-& Künstlerforum. Hier interessiert das niemanden.“

Das alles neben Artikeln zum Wahl-O-Mat oder Porsche vs. Ferrari, klassischen Musiker- und Künstlerthemen also…

Hm…dann wohl besser doch noch auf nach web.de…;-)

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