Kein Nazi, aber…

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Prozeßauftakt gegen den Mörder Marwa el-Sherbinis

marwa

Wohin der blinde Kopftuch-Haß führt:

tagesschau.de: Prozeßauftakt gegen den Mörder Marwa el-Sherbinis


Reaktionen im Ausland

Und weiter wird über Kopftücher polemisiert. Um dem rechten Spektrum nicht einen Zentimeter Boden zu überlassen, werde ich hier keine Links posten. Das ist auch (leider) nicht nötig, denn die Zeitungen und vor allem das Internet sind voll von Sarrazin und all jenen, die sich gegen „Kopftuchmädchen“-produzierende Türken aussprechen.

An den Beschimpfungen, die der Mörder in der dem Prozeß vorangegangenen Situation dem Opfer entgegengeworfen hat, wird deutlich, wie simpel und gleichzeitig grausam effektiv die Argumentationskette von Nazis ist und wie sehr sie der Argumentation Sarrazins ähnelt: Kopftuch = Islamist = Terrorist. Das ist so dumm, das wird der Mörder selbst nicht geglaubt haben.

Vielmehr dürfte er sich seines Irrtums voll bewußt gewesen sein – er hat lediglich ein Ventil gebraucht. Daß Sarrazin sich erst nach der Tat derart geäußert hat, tut nichts zur Sache. Die Verteufelung des Kopftuchs ist einer der großen populistischen Irrwege unserer Gesellschaft und jegliche Beteiligung daran seitens in der Öffentlichkeit stehender Menschen (wie Sarrazin) ist höchst verantwortungslos.

Angesichts der Tatsache, daß verdammt viele Leute auf der Suche nach einem Ventil sind, ergraut es mir vor der explosiven Wirkung, die die Äußerungen Sarrazins haben können. Wir hier keinen Zusammenhang sieht, ist blind.

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