Oin Mappus-Weck bitte! (Updates folgen)

Tjaaa,

sieht so aus (18:17 Uhr), als ob schwarz-gelb abgewählt sei in Ba-Wü.
Und der Brüderle so in einer ersten Reaktion:
„…hat die Atomdebatte, die Eurodebatte die Landespolitik überlagert…“

Mein werter Herr, in einem föderalen System IST die Atompolitik sowie EU-Politik auch Landtagspolitik!

Und Frau Gönner so:
„…ein emotionalisierter Wahlkampf…“

Meine werte Dame, die Verletzten am 30.09. sind echte Heulsusen, die ihre Emotionen nicht im Griff haben. Und wen kümmert schon die Atom-Katastrophe in Japan? Klar, sowas muß in aller Ruhe und besonnen und ohne das Schüren von Ängsten diskutiert werden.
Aber zum Glück schürt ihre Partei ja keinerlei Ängste vor der Zukunft. Dabei erinnere ich gerne an folgenden Banner auf einer Pro-S-21-„Demo“ im Herbst letzten Jahres:

„Mappus weg!“ war der Spruch, den man nach dem 30.09. immer wieder gehört hat. Versuche, diesen als unsachlich zu stigmatisieren, gelten hiermit heute Abend gescheitert, denn: sie bezeichnen nichts anderes als die Realität.
Und wem das dennoch zu hart ist:

Wenn Rockenbauch furzt…

Der SWR mal wieder…

Ich war heute auf der Demo gegen Stuttgart 21. Der SWR behauptet folgendes:

„Der Leiter des Theaterhauses Stuttgart, Werner Schretzmeier, sagte, niemand habe etwas gegen einen modernen Bahnhof. Er könne sich jedoch nicht erinnern, wann sich Politiker so vehement für die Bildung eingesetzt hätten und sprach von Verschwendung.“
Screenshot:

Dann darf Fr. Gönner sich über das Motto der Demo empören:

Wenn man das als Unbeteiligter / Unwissender liest, denkt man doch so was wie:
„Ach ja, die Künstler… egal, wie gut sie sind, von Politik haben sie ja doch keine Ahnung“
„man kann nicht einfach Äpfel mit Birnen aufrechnen“
„Soziales und Verkehr sind doch zwei völlig verschiedene Töpfe“
usw.

Tja, nur leider hat der SWR offensichtlich „vergessen“, daß Schretzmeier das Wort „KOPFbahnhof“ benutzt hatte.

Nur ein Wort? Unwichtig? Mitnichten!

Hätte Schretzmann „Bahnhof“ gesagt, hätte man ihm unterstellen können, er sei einfach nur neidisch, weil in Zeiten knapper Kassen halt eben auch an der Kultur gespart wird. Und da stürze man sich eben auf jedes womöglich noch so sinnvolle Projekt wie einen modernen Bahnhof, gegen den man ja nichts habe.

Das hat Schretzmann aber nicht gesagt. Er ist NICHT einfach für irgendeinen modernen Bahnhof. Er ist komplett gegen DIESEN neuen S21-Bahnhof, weil es gute Argumente gegen ihn gibt. Und DAZU ist es empörend, daß er in seiner Branche – wie jeder andere in seiner Branche – beobachten muß, wie dauernd „kein Geld“ mehr da sein soll.
Er ist ABSOLUT für einen modernen KOPFbahnhof.

Der SWR stützt damit die Fehlanalyse der CDU, das Projekt sei ja ganz OK, aber eben nicht richtig kommuniziert. Man müsse nur die richtige PR machen, es den (dummen) Leuten klarmachen…

Eines noch zu Frau Gönner:

sie widerspricht sich selbst. Zuerst bestreitet sie einen Zusammenhang zwischen der Wirtschaftlichkeit von S21 und Sozialausgaben – dann nämlich, wenn die Projektgegner davon ausgehen, daß der Bahnhof unwirtschaftlich ist und Löcher in die Kassen reißt.
Und dann macht sie in alter CDU-Manier weis, daß die Wirtschaftlichkeit von S21 sich auf die Steuern und somit positiv auf Sozialausgaben auswirke.

Wie kann man sich derart widersprechen?

Mal ganz abgesehen davon frage ich mich, warum dieser Gedankengang Gedankenirrweg dem SWR einen Absatz wert ist. Wenn Rockenbauch furzt, dann stehts ja auch nicht im Artikel über die Pro-21-„Demo“.

%d Bloggern gefällt das: