Wenn Piraten nach dem König rufen…

Seltsam, daß die Piraten einerseits auf das Urheberrecht scheißen, sich aber dennoch zur Beseitigung unliebsamer politischer Gegner desselben bedienen.

Ihr Argument ist ja wohl, daß Leute wie Kauder anderen etwas vorheucheln. Also so nach dem Motto: wie kann man das Urheberrecht einerseits einfordern und andererseits selbst verletzen?
Aber dann ist dieser Reflex doch genau dasselbe. Wie kann man anderen Heuchelei in bezug auf das zu hart empfundene Urheberrecht vorwerfen und dann genau dieses knallhart anwenden?

Kann es sein, daß die Piraten eine Nähe zur Webdesigner-Szene haben? Ich kenne mindestens 2, und einer ist Programmierer, der andere Grafiker (letzteres gibts ja wohl nur noch am PC). Wenn es also um Bilder geht, müssen copyrights gelten, bei Musik aber nicht?

Ich frage ja nur. Grübel.

vom Wunsch, ein Ausländer zu sein…

swr.de:

Die Klage einer Frau vor dem AGG Stuttgart auf Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz wurde abgewiesen, weil diese zwar offensichtlich aufgrund ihrer Einstufung als „Ossi“ bei einer Stellenbesetzung nicht berücksichtigt wurde.

Dies zwar eine Diskriminierung, jedoch nicht aufgrund ethnischer Herkunft, da Menschen aus den neuen Bundesländern keiner anderen Ethnie angehörten und somit nicht in dieser Hinsicht diskriminert werden könnten.

Rein rechtlich gesehen mag die Begründung ja zutreffen. Gerecht ist der Vorgang und somit die Rechtsfolgen für den Beklagten aber nicht. Dieser kann sich hinter dem Mangel an einem Tatbestand verstecken, wie schön.

Aber eine Diskriminierung findet ja tatsächlich statt, sei es aufgrund der Zugehörigkeit zu einer anderen Ethnie oder der Herkunft aus einem neuen Bundesland.

Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Mutter eines Freundes bei den ersten großen Protestkundgebungen gegen Massenentlassungen nach der Wende in der neuen Bundesländern so gegen 1991 gemeint hat :“…jetzt sind se hier bei uns, und dann gehn se gleich demonstrieren, die Ossis…“.

Die Etikettierung in diesem Fall ist ein Fakt und es sollte doch irgend eine Möglichkeit geben, ihr einen Namen zu geben, ob es nun ein Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz oder das Blödheitsgebot ist.

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