Die Schweizer machen die Schotten dicht!

schottendicht

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Volksverhetzung auf Pro-S21-Veranstaltung

Nach der Demo, bei der laut Angaben der Veranstalter 50000 Menschen da gewesen sind, habe ich noch an einem spontanen Demozug teilgenommen. Der wurde von der Polizei auf die Konrad-Adenauer-Straße gelenkt, vorbei an einem von Bereitschaftspolizei gesicherten Landtag… für den sich kein Schwein interessiert hat.


(Souvenir aus Berlin, hat irgendwie auch was mit Demokratie zu tun, aber was nur…? Man beachte das Detail ;-))
(Foto Nr. 1)

Wir (also ich und der andere, nicht der ganze Demozug) sind dann einfach mal zur Pro-Demo gegangen. Die dort vorhandene Menge schätze ich auf ca 2000 – 3000 Menschen, allerdings waren einige der dort Anwesenden Gegner von S21.

Dabei fiel mir nach einiger Zeit ein Banner auf, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:


(Foto Nr. 2)

Da bleibt einem erst Mal die Spucke weg. Begriffe schwirren durch meinen Kopf… Diffamierung? Volksverhetzung? Bagatellisierung des Holocaust? Verleumdung? Verletzung der Friedenspflicht? Alles gleichzeitig?

Ich habe diesen Banner gegen 17.00 Uhr fotografiert. Als ich die übriggebliebenen Grüppchen der Befürworter gegen 18.00 Uhr verlassen habe, war er inzwischen nicht mehr da.

Dabei fiel mir folgender Gesell auf:


(Foto Nr. 3)

Wir sehen: man darf sogar gegen das Vermummungsverbot verstoßen, wenn man auf der richtigen opportunen Seite ist.

Während der Veranstaltung versuchte ein Krankenwagen, durch die Menge der Befürworter zu kommen. Dies gelang zunächst nicht. Einer der Redner mußte erst von der Bühne aus dazu auffordern, dann kam der Krankenwagen langsam durch.
Angeblich kam der Rettungswagen aus anderen Gründen nicht durch. Dazu gibt es widersprüchliche Angaben in den Kommentaren, von im Weg stehenden Pollern bis zu einem nicht gefundenen RTW-Schlüssel.
Ich ändere dennoch diese Passage und weise darauf hin, daß etwas derartiges in etablierten Medien und schon gar nicht von Befürworterseite geschehen ist, als sich das Gerücht, eine Frau sei im RTW nicht durch die Menge der Gegner-Demonstranten gekommen und deshalb verstorben, als solches bestätigt hatte: das Katharinenhospital bestätigte, daß die Frau bereits vor Antritt der Fahrt ins KH verstorben war.

Selbiges beim Verlassen der Veranstaltung:


(Foto Nr. 4)

Ob dadurch wohl jemand zu Schaden gekommen ist?Laut Kommentaren (siehe unten) nicht. Das freut mich.

Jedenfalls wundert es mich nicht, wieso diese Veranstaltung trotz massiven PR-Aktionismus´(Ausschank von Wein und Sekt, Darreichung von Schnittchen, kostenlose Busfahrten zur „Demo“ usw.) so schlecht besucht war:
warum sollten Menschen für etwas demonstrieren, das von den Mächtigen mit aller Gewalt durchgedrückt wird? Wer gerne Marionette spielt, wird das sicher tun, aber mehr 3000 Leute habe ich nicht gesehen.
Ein Blick hinter die Kulissen enttarnt, woher die Plakate kommen und erklärt bestens, was mit „Filz“ gemeint ist:

(Foto Nr. 5: teric)

Kein Kommentar zu diesem Foto:


(Foto Nr. 6: Anja vom KOPF_HOCH_TEAM)

Eines noch:

in der Landesschau wurden die Zahlen mal wieder verfälscht, dennoch sprachen selbst diese verfälschten Zahlen eine deutliche Sprache: angeblich 8000 pro, 16000 contra das Projekt.
Witzig war ja auch, daß jeder Stuttgarter oder einer, der in Stuttgart mal shoppen war, erkannt hat, daß beim Kameraschwenk über das pro-Publikum die Königsstraße, also die Einkaufsmeile Stuttgarts gezeigt worden war.

Und jetzt kommt das beste:

mitten in die Einkaufsmeile haben die das da gestellt:


(Foto Nr. 7)

Absperrgitter, und zwar nicht direkt vor der Bühne, sondern gut 30 Meter davor. Jeder, der schon mal an dieser Stelle war, weiß: das ist quer zur Laufrichtung der Shopping-Kundschaft. Somit entsteht ein Stau und bis Ortsunkundige es geschafft haben, dieser Barriere auszuweichen, ist schon mal der eine oder andere Schwenk fürs Staatsfernsehen gemacht, der dann 8000 Befürworter suggeriert.

Dazu hier nochmal ein Foto, das ich beschriftet habe:

(Foto Nr. 8a, Quelle: trueten.de)

Und hier nochmal im Detail:

(Foto 8b)

Solange die Befürworter sich derart arrogant verhalten, solange sie also so offensichtlich damit rechnen, daß keiner den groben Unfug bemerkt, den die veranstalten, um mit Tricks und Übertreibung wenigstens auf die Hälfte der runtergefakten Gegnerzahlen zu kommen, solange brauchen wir keinerlei PR. Das erledigen die schon selbst und bisher hat es ja auch wunderbar funktioniert.

Und wenn die jetzt denken, daß sie sich noch schlauere Tricks einfallen lassen müssen, empfehle ich einfach mal: umdenken und zur Moral zurückkehren. Das ist immer gut, ob es opportun ist oder nicht, denn die Tugend trägt den Lohn in sich.

Und darum:

Update:

ich habe folgende Fotos der Pro-Demo im Netz gefunden (Autor bitte bei mir melden!) und sie auf Gipm zusammengeschoben. Soll mal jeder selber zählen: sind das, wie von den Befürwortern behauptet, 10000 Leute?


(Foto Nr. 9)

Da dies aus zwei Fotos zusammengesetzt ist, bei denen der Fotograf einen Schwenk gemacht hat, sind zwangsläufig Überschneidungen drin. Deshalb habe ich die Überschneidung etwa bei der Mitte der Menge (nicht der absoluten Mitte des Bildes!) angesetzt. Das führt dazu, daß im oberen Teil Menschen nicht und unteren Teil Menschen doppelt auf dem Bild sind, was man an den Hinweisen in Punkt 1. und 2. erkennt. Ich denke, daß sich beide Mengen die Waage halten.

Update:


(Foto Nr. 10)

Links:

„Demokratisches Stuttgart“ zur Frauenfeindlichkeit in Werbekampagnen der Projekt-Befürworter

trueten.de: S21-Veranstaltung ein Flop

Bei Abriss Aufstand

Kopfbahnhof 21

Konzerthinweis:

Stuttgart 21 Spezial: Lange Nacht des Autos
Konzert-Hinweis:

Im Rahmen der langen Nacht des Autos gibts neben Redebeiträgen und einer Video-Installation einen Mini-Gig mit 3 Songs von mir zu hören.

Wo: Wagenhallen, Innerer Nordbahnhof 1, 70191 Stuttgart
Wann: 28.10.2010, zwischen 21.00 und 22.00 Uhr
Eintritt: frei

UPDATE:

Screenshot vom 25.10.2010: SWR-Online-Nachrichten

10000…dabei sprach die Polizei selbst bereits von 60000 am 01.10.

Dreyer: Zuwanderungsdebatte ist schädlich

SWR: Malu Dreyer (SPD), neue Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz der Länder, hält die Zuwanderungsdebatte für schädlich.

Es gibt sie also noch, die Integrationsbeauftragten, die diesen Namen verdienen. Hervorzuheben dabei ist der Passus, in dem Dreyer ein Argument anführt, das langsam in Vergessenheit gerät: die Diskussion um „integrationsunwillige“ Ausländer ist sachlich falsch.

Immer wieder zitiere ich u.a. die SINUS-Studie aus dem Jahre 2008 (Artikel von Wippermann / Flaig), die ein differenziertes Bild der Lebenswelten von MigrantInnen zeichnet und nach deren Lektüre mitnichten behauptet werden kann, sie seien integrationsunwillig.

Genau darum geht es: alle distanzieren sich von Sarrazin, aber allzu viele sagen, seine Wortwahl sei inakzeptabel, er spräche jedoch Wahrheiten aus. Aber genau das ist es ja: die Prämisse der „allgemein integrationsunwilligen, schlechtes Deutsch sprechenden“ Migranten ist nichts weiter als eine Mär.

Aber wenn man Migranten nur aus dem Schundfernsehen kennt, kommen einem diese einfachen Erklärungen natürlich gelegen.

Die meisten Menschen haben mit Migranten überhaupt nichts zu tun. Sie sehen sie vielleicht im Kaufhaus oder auf der Straße, aber vor allem kennen sie jene verzerrten Bilder aus RTL & Co.
Das allein gibt zwar ein trauriges Bild der Freizeitgestaltung ab, aber diese mag ja jedermanns persönliche Sache sein.

Daß man sich aber daraufhin eine Meinung über ganze Volksgruppen bildet und diese verdammt, daß man dieses ganze alltägliche Mobbing mit Türkenwitzen und -Verarschung und Etikettierung mitmacht, daß man sogar in der Lage ist, Gesetze zu beschließen, die eindeutig diskriminierend oder einfach nur lächerlich sind, ist nicht mehr nur einfach traurig, es ist eine Schande: weil man zu faul und fettärschig war, mit Andersdenkenden in Berührung zu kommen.

Manipulation bei der Tagesschau – to be continued…

Ich berichtete bereits hier darüber, daß die etablierte Presse sich nicht nur herausnimmt, getarnte Meinungsmache zu betreiben, indem sie artverwandte Themen nebeneinander platziert, sondern den Leser auch noch für blöd verkauft, indem sie diese Artikel nicht als Meinung / Kommentar, sondern als Bericht tarnt.

Nun wurde heute ganz groß über den Durchbruch im Gotthard-Tunnel berichtet. Dabei entflammte in den Kommentaren schnell der Streit um S21.

Dies versuchte dann die Moderation wie folgt zu unterbinden:

Thematische Ausrichtung der Kommentare
Fr, 15.10.2010 – 19:48 — Moderation

Sehr geehrte Meta-UserInnen,

bitte kehren Sie in Ihrer Diskussion zum eigentlichen Thema dieser Meldung – dem Schweizer Gotthard-Tunnel – zurück.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,
die Moderation

Darauf habe ich geantwortet:

Sehr geehrte Moderation,

bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß ihre eigene Redaktion nicht in der Lage ist, das Thema „Schweizer Gotthard-Tunnel“ vom Thema Stuttgart 21 zu trennen:

http://www.tagesschau.de/ausland/gottharddemokratie100.html

Weiteres Beispiel war die bewußte Platzierung eines wertenden Artikels (also eines als Artikel getarnten Kommentars) über den Umbau des Wiener Bahnhofs neben einer Meldung zu Stuttgart 21 am 02.10.2010, Screenshot hier:

https://feydbraybrook.wordpress.com/2010/10/02/manipulation-bei-der-tagesschau/

Ich stelle fest:

die Diskussion von artverwandten Themen ist für Sie erlaubt, für Ihre Kunden nicht. Enttäuschend.

Bin mal gespannt, ob die das überhaupt freischalten.

UPDATE:

Tatsächlich, die Moderation hat reagiert:

Sehr geehrter User FeydBraybrook,

wie Sie selber feststellen, gibt es eine Meldung, „Die Schweiz ist nicht Stuttgart“, in der eine vergleichende Diskussion sehr sinnvoll ist. Darüber hinaus befinden sich derzeit zwei Artikel allein zu „Stuttgart 21“ auf unserer Seite (und einige mehr lassen sich auf meta.tagesschau.de finden). Bitte haben Sie darum Verständnis, dass es in der Meldung, die explizit vom Durchbruch am Gotthard-Tunnel handelt, nicht ohne Referenz auf dieses Hauptthema um „Stuttgart 21“ gehen soll.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Moderation

Meine Antwort:

Sehr geehrte Moderation,

ich denke, daß die Teilnahme Ihrer Kunden an einer Diskussion der beste Indikator dafür ist, ob das Maß an „Quer-Diskussionen“ erfüllt ist oder nicht. Offensichtlich herrscht hier ein Bedarf, der sich schwer in Bahnen lenken läßt.

Soweit ich das beurteile, haben Sie die meta-User mit Ihrer Intervention vor den Kopf gestoßen, da bisher keine Kommentare freigeschaltet wurden, die Ihren Vorgaben bzgl. der Thematik entsprechen.

Ich erkenne jedoch an, daß Sie sich inhaltlich mit meinem Kommentar befaßt haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Feyd Braybrook

Den letzten Satz meine ich so, wie ich ihn schreibe. Und dennoch ist es unverständlich, wieso beispielsweise bei wirklich jedem Thema in bezug auf Migranten auch noch der fremdenfeindlichste Kommentar freigeschaltet wird.

Beispiel:

Integrationsbeauftragte Böhmer schlägt eine „Deutschpflicht auf Schulhöfen“ vor – ja, sie will tatsächlich verbieten, daß sich Migranten in der Schule in ihrer eigenen Sprache unterhalten dürfen.

Abgesehen davon, daß die Kultusminister der Länder dies ablehnen, sind die Kommentare der meta-User ziemlich peinlich. Auszug:

„Mit solchem Verhalten macht er (Kolat, der diesen Vorschlag rügt, Anm. FB) sich zum Handlanger derer, die Deutschland nur für die tollen Sozialleistungen bevölkern.“ (Bezug zum Thema?)

„Haben wir den gar keinen Stolz für unsere Sprache und Kultur?????????“ (Empörung über Kritik an Böhmer; Bezug zum Thema?)

„Deutschpflicht ist wie Schulpflicht“ (Bezug zur Logik?)

„Ich frage mich wann denn jetzt endlich auch die Glocken der Kirche abgehängt werden um Platz für einen Muezzin zu machen.“ (Bezug zum Thema?)

„Das Verbot würde zweifellos einen grossen Schritt zur Integration der Kinder bringen. Auch später die besseren Deutsch-Kentnisse einen höheren sozialen Standard ermöglichen. Es könnte also auch ein wenig Machterhalt bei Herrn Kolat mit spielen. Immigranten, die gut Integriert sind benötigen keine Immigrantenverbände mehr.“ (AUA!)

„Wenn aus den Kindern mit M-Hintergrund in Deutschland etwas werden soll, müssen sie unsere Sprache perfekt beherrschen. Sonst droht der übliche Kreislauf: kein guter Schulabschluss, keine Lehrstelle, Hass auf die „Besserbetuchten“ …“ (AUA!)

„Wir wurden auf dem Schulhof als „Scheiß Deutsche“ beschimpft und mit Backpfeifen belegt. Hallo?“ (Wußte garnicht, daß „Scheiß Deutsche“ Worte der türkischen Sprache sind…, Bezug zum Thema?)

Ja, ich weiß, daß es nicht nur eine Moderation bei der Tagesschau gibt. Aber als Konsument (ich könnte auch „Kunde“ oder „Gebührenzahler“ sagen) interessiert mich nicht, ob und warum die Tagesschau-Site keinen einheitlichen Stil bei der Moderation fährt.

Naja, jedenfalls ein klein wenig Absolution für die Mod des Gotthard-Tunnel- und Schimpf und Schande über jene des Deutschpflicht-Beitrages!

Ich so in der Bahn

Ich so in der Bahn.

Dann zwei ca. 10-Jährige offensichtlich türkische Jungs setzen sich rechts von mir in die Sitzkaskade.

Plötzlich zwei Security-Typen sich voll aufgebaut vor den Jungs. Der eine so: „Ihr wißt aber schon, daß man nicht über die Gleise rüber darf, oder?“.
Die Jungs so am schrumpfen und einer sagt voll leise: „ja…“.
Dann, der Typ wieder: „das kostet normalerweise 35 €. Pro Person“.
Die Jungs betreten am Schweigen, die Athmo am Abkacken.

Dann setzt er noch einen drauf: „und nen Fahrschein habt Ihr wahrscheinlich auch nicht, oder?“

Die Jungs haben aber einen.

Dann er so die Frage, wann se aussteigen wollen.

Sie natürlich gleich bei der nächsten Station.

Die sind also weg und ein Mädchen ca. 10 fragt die beiden: „wird man angezeigt, wenn man über die Gleise geht?“.

und der andere so: „ja-haaa!“
Also nicht: „ja“, sondern so richtig am Ende mit den Ton angehoben: „ja-haaaaaaa“ (Ton rauf).

Und dann der eine zum anderen, so, daß es die Kleine hören kann: „..däne sollt mr gehörig dr Arsch frsohla“.

Und ich so nicht mehr an mich halten können und sagen: „und wenn man Kindern den Arsch versohlt, wird man auch angezeigt“.

Und der andere sich bestätigt fühlt und so: „genau, dann wird man auch noch angezeigt“.

Und ich so zu mir selber: „mein Gott, wie dumm kann man eigentlich sein?“.

Und jetzt so bernhard Bueb: „Disziplin, Disziplön, Diszi..pl…“

Nazis bei der Tagesschau

Gestern auf tagesschau.de

– dazu die Kommentare.

Natürlich habe ich mehrfach gegen die „Kommentare“ protestiert. Nachdem noch nicht mal einer meiner Kommentare veröffentlicht worden ist, habe ich nun dies an meta@tagesschau.de geschrieben:

„Liebe Redaktion,

Wenn tagesschau.de über das Treiben der Nazis in den neuen Medien berichtet,

und sich sogleich Kommentare auf diesen Artikel finden, deren Autoren sich zwar von „den Nazis“ abgrenzen wollen, gleichzeitig aber gegen Migranten hetzen („‚Rechts‘ ist politisch – ‚Nazi‘ ist Ideologie“, Mi, 25.08.2010 – 00:30 — Thorsten S.; „ob die jetzige Ausländerpolitik gut für unser Land ist“, Mi, 25.08.2010 – 00:12 — Käptn LeChuck; „weil die Politiker Probleme mit kriminellen Ausländern nicht thematisieren“, Di, 24.08.2010 – 23:30 — derliebsteunnetteste;),

und diese Autoren meinen, ein Aussparen oder eine vorsichtige Behandlung dieser Themen sei „falsch verstandene Toleranz“ und ein „Totschweigen“ derselben (Mi, 25.08.2010 – 09:03 — KapplerJung),

und diese Vorgehensweise der „sanften Rekrutierung“ (man ist ja kein Nazi, aber man dürfe doch sich selbst noch als Deutscher bezeichnen dürfen und man müsse ja Kriminalität von Migranten nicht gutheißen müssen)hier offensichtlich zugelassen wird,

frage ich mich,

warum die Redaktion der Tagesschau ihr doch sicher vorhandenes Interesse daran, den Mißbrauch eines an sich guten Artikels gegen das Treiben der Nazis im Netz zu verhindern, einerseits durch die Veröffentlichung eines politisch korrekten Artikels wie des vorliegenden zeigt

und andererseits genau diese „sanfte Rekrutierung“ durch all diese unkorrekten und empörenden Artikel nicht nur zuläßt, sondern de facto

fördert.

Schweigen ist Schuld, haben Sie das vergessen?

Ich lese auf tagesschau.de haufenweise Kommentare, die nationalistisches Gedankengut verbreiten.

Und es ist mir völlig egal, ob in einem Ihrer kleingedruckten Disclaimer-Blocks steht, daß Sie sich davon distanzieren – es ist bekannt, wie viele Leute den lesen.

Denn genau das beklagen Sie ja in ihrem Artikel: die Nutzung des Internets durch Nazis aufgrund der Analyse des Userverhaltens.

Aber vielleicht war das ja ein Versehen. Da ich nun aber bereits zum 3. Mal auf dieses Versehen hingewiesen habe und ich statt wenigstens eines meiner Hinweise haufenweise Hinweise auf die ach so bösen Migranten und die ach so bösen Politiker, die „das Problem“ angeblich ignorieren und somit offensichtlich selbst schuld an der Existenz von Nazis im Netz sind, lesen mußte, sehe ich mich gezwungen, mindestens die Redaktionsleitung (oder deren Leitung) auf dieses

„Versehen“

hinzuweisen.

Eventuell gibt es ja innerhalb der ARD irgendeine regulative Instanz. Außerhalb gibts es ja genügend.“

Meine Beschwerde an meta@tagesschau.de wurde wie folgt beantwortet:

„Sehr geehrter User FeydBraybrook,

vielen Dank für Ihren Hinweis. Die von Ihnen angeführten Kommentare widersprechen jedoch nicht unseren Richtlinien, die Sie unter http://meta.tagesschau.de/user/register einsehen können. Somit sind sie zulässig. Kommentare, die einen rechtsradikalen Ursprung vermuten lassen, werden nicht freigeschaltet.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Moderation

tagesschau.de
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg“

Darauf habe ich so geantwortet:

„Sehr geehrte Moderation,

vielen Dank für Ihre Antwort.

1. Ich habe in meiner heutigen Beschwerde nicht darum gebeten, irgendeinen Kommentar zu löschen. Ich habe lediglich meine Verwunderung darüber geäußert, daß meine Kommentare, in denen ich auf andere Kommentare Bezug nehme, nicht veröffentlicht werden.

2. Ob Sie meine Meinung zur „sanften Rekrutierung“ durch Neonazis teilen oder nicht, ist für eine Veröffentlichung meines Kommentars doch unerheblich, oder? Sie widersprechen m.E. nicht Ihren Richtlinien, die Sie unter http://meta.tagesschau.de/user/register einsehen können, und das dürfte das Einzige sein, was für eine Veröffentlichung erheblich ist.

3. Da Sie offensichtlich nicht gewillt sind, entsprechend Ihres öffentlich-rechtlicher Auftrages GEZ-Zahler wie mich partizipieren zu lassen, bitte ich Sie darum, mir mitzuteilen, wo ich mich

über Sie

beschweren kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Name“

Bisher gab es keine Antwort.

Darum habe ich nun folgendes direkt an die ARD geschrieben:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich halte den Artikel „Neonazis setzen auf soziale Netzwerke“ auf tagesschau.de für wichtig und gelungen.

Leider ist es Nationalisten gelungen, die Kommentarfunktion ihres Online-Angebotes dafür zu nutzen, rechtsgerichtetes Gedankengut zu verbreiten.

Darauf habe ich mehrfach hingewiesen, dies wurde von der Moderation leider konsequent ignoriert. Einer meiner Kommentare ist auf meinem Blog heute dokumentiert und veröffentlicht:

https://feydbraybrook.wordpress.com/2010/08/25/nazis-bei-der-tagesschau/

Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, was ihre Moderation daran hindert, meinen Kommentar freizuschalten.

Sollte das ein Mißverständnis sein, möchte ich mein Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, daß selbst bei einer sofortigen Freischaltung der Schaden, den Kommentare wie diese:

„‘Rechts’ ist politisch – ‘Nazi’ ist Ideologie“, Mi, 25.08.2010 – 00:30 — Thorsten S.; „ob die jetzige Ausländerpolitik gut für unser Land ist“, Mi, 25.08.2010 – 00:12 — Käptn LeChuck; „weil die Politiker Probleme mit kriminellen Ausländern nicht thematisieren“, Di, 24.08.2010 – 23:30 — derliebsteunnetteste, „falsch verstandene Toleranz“, „Totschweigen“ von Problemen mit Migranten, Mi, 25.08.2010 – 09:03 — KapplerJung“

angerichtet haben, schwer wiedergutzumachen ist. Denn diese „Kommentare“ stehen (bis auf den letzten) seit gestern auf Ihrer Seite und zeichnen dem unbedarften Leser ein einseitiges Bild.

Wenn Sie das unbedingt stehen lassen wollen: warum können Sie nicht wenigstens einen Gegenkommentar dazu freigeben?

Mit freundlichen Grüßen,

Name“

Ich nehme an, da passiert auch nichts. Falls doch, wäre es schön und ich schreibe hier die Antwort.

Es ist einfach nur noch bittere Ironie: Die Tagesschau berichtet über die Nutzung des Internets durch Neonazis und in den Kommentaren toben sie sich dann aus.

Christianismus fördert Zwangsheirat

web.de: neuseeländisches Paar verkauft Tochter für n Appel und n Ei ein Schwein

Ich bin dafür, die Entstehung sogenannter Parallelgesellschaften durch Christen zu verhindern. An diesem Beispiel sieht man gut, daß die Moral der Christen nicht mit unserer christlich-abendländischen Kultur vereinbar ist.

In der Bibel mag ja was anderes stehen, aber die religiöse Praxis der Christen spricht – wie in diesem Fall – Bände.

Kirchtürme als „Symbole für den Machtanspruch“ der Christen gehören verfassungsrechtlich verboten. Leider ist das in einer repräsentativen Demokratie wie der Deutschlands nicht möglich. Hier werden Christen auch noch geschützt, obwohl sie eine Bedrohung für christlich-westliche Werte darstellen.

Wie aus dem Artikel hervorgeht, handelt es sich um neuseeländische Staatsbürger westlicher Prägung. Dort ist das Christentum weit verbreitet. Radikale Christen operieren im Untergrund und bereiten die Christianisierung der Welt vor. Dabei weigern sie sich, fremde Sprachen zu lernen, um nicht mit Menschen kommunizieren zu müssen. So soll es Hausfrauen geben, die keinerlei Kontakt zu Menschen außerhalb ihrer Küche haben.

Hoffentlich kommt einmal eine Partei, die mit diesem Pack aufräumt.

Zuletzt noch ein Zitat der Goldenen Zitronen:

„Was solln die Nazis raus aus Deutschland?
Was hätte das für einen Sinn?
Die Nazis können garnicht raus, denn
da gehörn se hin!“

(Flimmern, aus LP: Schafott zum Fahrstuhl“)

Video:

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