50 Jahre Postzugraub – who aged Bambi?

Vor fünzig Jahren fand der legendäre Postzugraub in Großbritannien statt. Dazu bringt heute.de ein Portrait Ronnie Biggs´, wohl dem bekanntesten Beteiligten.

Nach gelungenen Raub und Ausbruch aus dem Gefängnis setzte er sich mit seinem Anteil damals nach Brasilien ab, wo er jahrzehntelang blieb, bis er sich selbst stellte. Inzwischen ist er unglaublich alt und wurde aufgrund mehrerer Schlaganfälle aus der Haft entlassen.

In dem Artikel ist die Rede von einer Kollaboration mit den Toten Hosen. Das ist jetzt über 20 Jahre her – ich werde alt. Die alledings weit bedeutendere Kollaboration war jene mit den Rest – Sex Pistols Steve Jones und Paul Cook, beides Urgesteine der altgewordenen 70er-Punk-Bewegung in dem Film „The Great Rock ´n´Roll Swindle“.

Jedoch ist das Lied eher langweilig, der Film insgesamt erschreckend in die Länge gezogen (bis auf ein paar – allerdings brillante – Ausnahmen wie den Titelsong mit dem glänzenden Edward Tudor-Pole), und Malcom McLarens Versuch, Johnny Rotten zu diskreditieren, geht irgendwie auch daneben. Dennoch ist dieses Fragment ein Stück Rock-Historie, wenn auch ein trauriges: es zeigt den Hype einer Band, die es eigentlich gar nicht mehr gab, was von manchen Beteiligten wiederum nicht wahrgenommen werden wollte.

Edward Tudor-Pole: „Who killed Bambi?“

3 Jahre zuvor: Punk erobert die Insel

Ach so, und wens interessiert: zwei Ex Pistols und Ronnie Biggs mit „No one is innocent“

Witzig: ein Kommentator im Sex-Pistols / The Clash-Video bemerkt, in diesem Jahr (1976) sei Punk gestorben. Genau. Oder war es nicht bereits 1958, als Elvis in die Armee eingezogen wurde?

Dieses ganze „Der Rock ist da und da gestorben“ oder „Der Rock wird niemals sterben“ – ist doch eigentlich nix anderes als eine Art Selbstreflexion auf der untersten Stufe des Bewusstseins. Es beginnt in dem Moment, in dem man sich bewusst wird, dass man älter wird und irgendwie überleben muss – also wahrscheinlich einer Arbeit nachgehen. Und diese Konfrontation mit der nahenden Systemintegration weckt natürlich Sehnsüchte und Fluchtträume.

Wenn jetzt einer glaubt, das seien alles Momente einer vergangenen Epoche oder abgehakte Momente der eigenen Biografie, ist das ein Irrtum. Zwar nehmen die 40-jährigen Alt-Hipsters in Berlin-Friedrichshain und Hamburg den Rock nicht mehr wirklich ernst, aber etliche von ihnen sind begeistert von der Piratenpartei oder der Occupy-Bewegung. Also alles Bewegungen, die alten Ideen in neuem Gewand folgen und die dieselben Fehler machen wie die Punks seinerzeit:

man stellt sich vor eine Bank, die „das Establishment“ repräsentiert und protestiert gegen das Finanzsystem, an dessen Titte man erst zu dem geworden ist, was man ist. Man ist aufgerüttelt, empört, erschüttert von den wahren und gefakten Berichten aus der Welt, deren Auswahl vor allem die jeweiligen Facebook-Kontakte vornehmen, wobei man diese Nachrichten jederzeit bequem über sein iPhone oder Tablet abrufen kann. Das alles tut man am Samstag nachmittag, denn Sonntag ist Sonntag und am Montag muß man dann wieder arbeiten.

Es ist ja auch OK, sich mit der Frage der Street-Credibility zu beschäftigen. Solange man sich seiner Eingebundenheit im System gewahr wird und dementsprechend nach Lösungen und Auswegen sucht. Und solange man weiß, wann sich eine Protestbewegung überlebt hat. Spätestens dann nämlich kann man sagen: Punk is dead.

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Christianismus fördert Zwangsheirat

web.de: neuseeländisches Paar verkauft Tochter für n Appel und n Ei ein Schwein

Ich bin dafür, die Entstehung sogenannter Parallelgesellschaften durch Christen zu verhindern. An diesem Beispiel sieht man gut, daß die Moral der Christen nicht mit unserer christlich-abendländischen Kultur vereinbar ist.

In der Bibel mag ja was anderes stehen, aber die religiöse Praxis der Christen spricht – wie in diesem Fall – Bände.

Kirchtürme als „Symbole für den Machtanspruch“ der Christen gehören verfassungsrechtlich verboten. Leider ist das in einer repräsentativen Demokratie wie der Deutschlands nicht möglich. Hier werden Christen auch noch geschützt, obwohl sie eine Bedrohung für christlich-westliche Werte darstellen.

Wie aus dem Artikel hervorgeht, handelt es sich um neuseeländische Staatsbürger westlicher Prägung. Dort ist das Christentum weit verbreitet. Radikale Christen operieren im Untergrund und bereiten die Christianisierung der Welt vor. Dabei weigern sie sich, fremde Sprachen zu lernen, um nicht mit Menschen kommunizieren zu müssen. So soll es Hausfrauen geben, die keinerlei Kontakt zu Menschen außerhalb ihrer Küche haben.

Hoffentlich kommt einmal eine Partei, die mit diesem Pack aufräumt.

Zuletzt noch ein Zitat der Goldenen Zitronen:

„Was solln die Nazis raus aus Deutschland?
Was hätte das für einen Sinn?
Die Nazis können garnicht raus, denn
da gehörn se hin!“

(Flimmern, aus LP: Schafott zum Fahrstuhl“)

Video:

Bots scheißen auf Musik: Punk is dead!

robotorgan

Vor ein paar Tagen habe ich eine Anfrage von den Ninja Dolls bekommen. Eine nicht weiter interessante Neo-Punk-Band. Interessanter ist da schon der Verlauf unserer Musikerfreundschaft. Nach meinem Add erscheinen folgende Zeilen als Kommentar auf meinem Profil:

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