Nie wieder 1&1

UPDATE 15.03.2010:

Vertragskosten mit 1&1: Februar und März je 30 € = 60 €
Handykosten Februar: 65 €, März (bis jetzt): 50 €. (Grundgebühr 15 €, davon werden bereits 10 € angerechnet)
Handykosten meiner Frau: ähnlich, ich habe sie aber bisher nicht gefragt, denn der Hiobsbotschaften habe ich genug.
Von 1&1 werden für einen Technikertermin in Rechnung gestellt: 60 €. Bisher zwei unangekündigte Termine. Ich bin berufstätig, meine Frau ebenfalls. Ich hätte am besten von Anfang an 12 Wochen Urlaub nehmen sollen, denn irgendwann könnte ja der Techniker vor der Tür stehen.
Online Studium: läuft seit 08.02., als der alte Anschluß gekappt worden ist (schlau, daß die das auf jeden Fall machen, auch, wenn der neue noch nicht frei geschalten ist), ohne mich. D.h., das Studium läuft ganz normal weiter: Termine, Gruppenarbeiten, Texte, alles läuft online weiter. Aber ich bin nicht dabei. Jedes Modul kostet 65 €, und da es ein Bachelor-Abschluß ist, sind die Anforderungen genauso hoch wie bei Präsenz-Studenten. Für nicht bestandene Module sind Gebühren selbstverständlich ebenfalls zu berappen.
Internet-Banking: wozu? Man kann Überweisungen auch ganz altmodisch schriftlich erledigen und zur nächsten Bank laufen.
Private Telefon- und E-Mail-Kontakte: armer Robinson Crusoe.
Blog:
Service bei 1&1: die Kontaktnummer ist kostenlos, wenn man aus dem 1&1-Netz anruft. ICH HABE ABER KEINES, VERDAMMT NOCH MAL!!! Also kostenpflicht anrufen. Unterschiedliche Aussagen von Service-Mitarbeitern zu meinem Service-Kontakt. Die erste hat gesagt, 1&1 habe es versäumt, uns schriftlich den Techniker-Termin mitzuteilen. Es sei ein Fehler von 1&1 und dies sei dort vermerkt. Die zweite hat behauptet, dies sei nicht der Fall und sie könne mir den genauen Wortlaut der Vermerke aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mitteilen. Der Dritte hat dies wiederum bestritten und die erste Service-Frau bestätigt. Dann hat er mir einen Termin angeboten. Ich habe dann bewußt keinen Auftrag erteilt, DA ICH SEIT 28.01.2010 BEREITS EINEN AUFTRAG AM LAUFEN HABE!!! Mein Anwalt hat die vorsorglich angeschrieben und zur Bekanntgebung einer Uhrzeit aufgefordert. Nix bis jetzt. D.h.: irgendwann kommen ich oder meine Frau von der Arbeit und dann finden wir einen Zettel vor, auf dem steht, daß zwar ein Techniker da war – aber wir nicht. Und – KA-CHING! – klingelt die Kasse schon wieder bei 1&1, denn jeder Techniker-Termin kostet 60 €.

Und was sagt Herr Davis dazu?

Er bedauert das alles und bietet mit 25 €. Die Hotline-Kosten soll ich ihm nennen, dann würden wir weitersehen. D.h. eventuell bekomme ich die Hotline-Kosten zurück, mehr nicht.

Zusammengerechnet hatte ich für Vertragskosten mit 1&1, Handyrechnung (abzgl meiner sonstigen Kosten von ca 15 €) und Techniker-Termine 230 €, und da sind die Handykosten meiner Frau noch nicht mitgerechnet.

Vorsicht vor 1&1, kann ich nur sagen.

UPDATE 09.03.2010:

IMMER noch nichts von 1&1. D.h. ich schreibe in den kurzen Arbeitspausen oder Besuchen bei Bekannten / Verwandten von meinem Leiden ohne Internet. Wer hätte gedacht, daß ein Leben so ganz ohne ein Leben am Rande der Gesellschaft wird? Naja, sooo schlimm ist es dann auch nicht, denn man entdeckt, daß Vieles entbehrlich ist. Schaut man halt den Wetterbericht altmodischerweise bei der Tagesschau. Es reicht auch, wenn man alle 2 Tage mal E-Mails checkt. Und letztendlich muß man nicht jede Meinung, die in Blogs, Foren oder sonstigen Seiten im Internet publiziert wird, ernstnehmen, verfolgen und beantworten.

Was aber mal gar nicht geht, sind die Umstände, die ich nun habe, weil ich nicht aufs Online-Banking zugreifen kann. Oder die ganzen Studientexte, auf die ich nicht zugreifen kann. Oder der momentane Stand meiner Handy-Kosten, den ich erraten darf, weil 1&1 ein haufen Schlafmützen sind. Der ganze administrative Kram eben. Da kann man 1&1 nicht genug abwerten. Das ist und bleibt ein ganz übler, unprofessioneller Verein.

Bei einer der Pausensitzungen an meinem Arbeits-PC bemerke ich, daß eine meiner Support-Anfragen in meinem Kundenbereich gelöscht worden ist. Und zwar genau jene, in der ich 1&1 auffordere, endlich eine Leistung zu bringen.

Das grenzt ja schon an Mafia-Methoden: da werden also Beweise beiseite geschafft.

Ich habe das inzwischen an meinen Anwalt abgegeben. Neues dazu also in Kürze, sofern es die Arbeitspause zuläßt 😉

Ein Wunder, daß ich überhaupt noch Leser habe…

UPDATE 21.02. II:

vom PC meines Bruders aus habe ich jetzt den Vertrag bei 1&1 gekündigt. Dazu erhält man einen Kündigungscode, den man an eine Servicenummer durchgeben muß. War kostenfrei, hat aber trotzdem genervt. Hat die Computerstimme die entsprechenden Eingaben verstanden, wird man an einen richtigen Menschen weiterverbunden.

Das ging insgesamt 10 (nervige) Minuten. Daraufhin bekam ich ein Kündigungsformular an mein Kundencenter geschickt, von wo aus ich es ausdrucken / runterladen durfte, um es anschließend per Post an 1&1 zu schicken. Geschieht das jetzt nicht innerhalb von 7 Tagen, ist die Kündigung gegenstandslos.

Als ich das das letzte Mal getan habe, hat sich gleich am nächsten Tag einer von 1&1 bei mir gemeldet und mir einen günstigeren Tarif incl. 100 € Guthaben angeboten. Damals habe ich mich noch breitschlagen lassen. Dieses Mal wird es nicht so sein.

Wie soll eigentlich jemand, der wg. Umzugs kein Internet hat, dieses aber dringend braucht, kündigen, wenn das nur per Internet geht? Hat ja nicht jeder die Möglichkeit, mal eben wo anders ins Internet zu gehen.

1&1: EIN SCHEISS LADEN IST DAS!

UPDATE 21.02.:

immer noch kein Internet, immer noch kein Schreiben, noch nicht einmal eine Reaktion auf mein Schreiben an den Support. Mein Rat: FINGER WEG VON 1&1!!!

Update Ende.

————————————–

Nix los hier – warum? Weil ich umgezogen bin und das heißt: 1&1 ist zu blöd, mein DSL am neuen Standort bereitzustellen. Die sind auch zu blöd, um zu sagen, wann es denn soweit ist. Die kriegens noch nicht einmal hin, zu sagen, daß sie es nicht hinkriegen. Eigentlich kriegt 1&1 gar nix hin.

Würden sie das wenigstens zugeben, könnte ich mich dann nämlich anders orientieren, aber eine Firma, die nicht an Kundenzufriedenheit, sondern an halblegaler „Kundenbindung“ interessiert ist, möchte das natürlich nicht. Transparenz? Pah!

Genauer:

ich habe ein Schreiben erhalten, in dem der gewünschte Termin für die Abschaltung des DSL an der alten und die Umschaltung an der neuen Adresse bestätigt wurde. So weit, so gut. Nun zu den Hämmern:

Hammer 1: 1&1 betont, daß es lediglich Wunschtermine sind, die nicht mit der tatsächlichen Umschaltung übereinstimmen müssen. Das merke ich im Moment.

Hammer 2: 1&1 betont, daß beide Vorgänge unabhängig voneinander vorgenommen werden. D.h.: in der alten Wohnung ist seit 08.02. in jedem Fall weder Internet noch Telefonie verfügbar, in der neuen ebenfalls nicht.

Hammer 3: 1&1 betont, daß der Vertrag weiter läuft und ich somit natürlich auch die Kosten zu tragen habe.

Hammer 4: wenns dann mal so weit sein wird, wird 1&1 für diesen „Service“ 59,90 € berechnen.

So, und ich habe denen folgendes geschrieben:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben uns den Empfang unseres Umzugsauftrages vom 28.01.2010 bestätigt. Diesem Schreiben vom 08.02.2010 entnehmen wir, daß Sie nicht in der Lage sind, die vertraglich festgelegten Leistungen Telefonie & Internet (für die wir nach wie vor bezahlen!) zu erfüllen, noch anzugeben, in welchem Zeitraum dies der Fall sein wird.

Aus diesem Grunde mahnen wir rückwirkend zum 28.01.2010 eine Leistungserbringung ihrerseits an und setzen Ihnen dafür eine Frist von 2 Wochen ab Ihrer Bestätigung des Erhalts unseres Auftrages (08.02.2010).

Sollten Sie bis 22.02.2010 weiter keine Leistungen erbringen, kündigen wir nach Ablauf der genannten Frist den Vertrag mit der Kundennummer XXX und stellen Ihnen die uns dafür entstandenen Kosten (Handy-Telefonie, Mahnungskosten aufgrund nicht bearbeiteter Rechnungen per E-Mail usw.) in Rechnung.

Mit freundlichen Grüßen,

XXX“

Für mich ist nach Ablauf dieses Vertrages klar: nie wieder 1&1!

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5 Antworten

  1. Guten Morgen Feyd,

    nun – hierzu kann ich mir einen Kommentar mal wieder nicht verkneifen. Und der lautet „Gott sei Dank“… sagt das mal einer.

    Ich hatte mit 1&1 ganz Ähnliches durch inkl. Anwalt zuletzt. Man schaltete mir damal einen DSL-Anschluss frei, welcher völlig funktionsfrei war. Also – laut befreundetem Telekom-Techniker – nichtmal mit Signal nach dem SPlitter, obwohl dieser technisch einwandfrei war. Nach ewiger Telefoniererei mit der damals noch kostenpflichtigen Hotline, sagt man mir, nachdem man sich mit Kollegen beraten hatte, dass mein Problem überhaupt nicht bestehen könne…. Ich stand einen Meter vom Problem entfernt aber es gab es nicht! Dafür wollten die Halsabschneider damals 34 Euro Hotlinegebühr (man merke: Für ein Problem, was mir 1&1 eingebrockt hat, es aber nicht gibt), welche nach Anwaltsdrohung dann erstattet werden sollten, worauf ich aber heute noch warte.

    Nunja… Ich bin dann damals zurück zur TelKo – bissl teurer, aber es funktionert seit dem tadellos. (Ich hab die selbe Hardware ürigens immernoch…)

    So, konnt ich das auch mal irgendwann noch loswerden 😉

    Beste Grüße
    der Wulle

  2. Oh je du Armer. Von 1&1 hört man echt nur Übles, zumindest aus der Privatkundenecke. Für Firmenkunden sieht die Sache GANZ anders aus…

  3. Der 22.2. ist nun ne Woche rum. Und? Immer noch kein Internet? Dein Blog macht so einen toten Eindruck. Komm doch einfach mal zur Montagsdemo am Bahnhof. N bisschen real life, wenn das Internet schon nicht will. Deine Leser dürftest du inzwischen ja los sein 😉

  4. Meine Herren – dein Abenteuer mit denen ist ja noch ne ganze Ecke härter als meins damals. Das mit den Hotline-Kosten hatten sie mir aber auch angeboten. Selbstverständlich nur als Verrechnung bei nem 1&1 Vertrag, den ich zum damaligen Zeitpunkt dann aber schon gekündigt hatte.

    Das sind Ratten, mehr nicht – da erschent die aktuelle Werbung mit diesem Kasperkopf nur als Hohn, mehr nicht. Sowas sollte mal ans Fernsehen gehen, damit mal ein paar mitbekommen, was bei denen so läuft.

    Nunja, halt die Ohren steif – ich fühle mit dir 😛

    Bis denn
    der Wulle

  5. Ein anderer Grund 1&1 den Rücken zu kehren ist deren Auffassung von Datenschutz. Wer googlet wird finden, daß sie eine „Spitzenstellung“ unter den Providern haben, die die IP-Adresse schnell an zwielichtige Abmahnanwälte weiterleiten, um sich ein paar Euro nebenbei zu verdienen.
    Ich will keine Werbung machen, deswegen mache ich das Gegenteil 🙂 Also Finger weg von 1&1, T-Com, Congstar und Konsorten http://www.zahnarzt-dr-mueller.com/Statistiken/Abmahnstatistik_2010_Maerz.pdf

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