Bildungssparen I: Stuttgarter Kinder sollen weniger lesen

Eine tolle Idee, so ein Bücherbus: Stadtteile, die über keine eigene Bücherei verfügen, wurden bisher zu festen Zeiten von sogenannten Bücherbussen angefahren. Auf diese Weise werden an Kinder dieser Statteile jährlich ca. 120000 Bücher und Medien verliehen.

Da die Kommunen traditionell pleite sind, gehören Einsparungen zum Alltag der Budget-Politik, auch in Stuttgart.

Und so kommt es, daß die Budgetierung auch vor der Bildung nicht Halt gemacht hat: ab jetzt soll es nur noch einen Bücherbus für ganz Stuttgart geben. Das spart zunächst natürlich Geld.

Denkt man an die enorme Bedeutung des geschriebenen Wortes für die Entwicklung der Sprachkompetenz und daran, daß Sprache als essentielles Kommunikationsmittel die Grundlage für schulischen und somit beruflichen Erfolg bildet, kann diese Sparmaßnahme nur als kurzsichtig bezeichnet werden. Denn im Umkehrschluß bedeutet dies, daß gerade Kindern am Rand der Gesellschaft (Aufzählung Punkt 6) eine Möglichkeit für wichtige Bildungserfahrungen genommen wird.

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Eine Antwort

  1. Nö wieso? Die Kids am Rand der Gesellschaft haben doch alle durch RTL alle Bildungsmöglichkeiten die man als guter Deutsche benötigt. [/Ironie off]
    Wir sind echt so doof. Wir haben keine nennenswerten Rohstoffe und jetzt vermasseln wir uns auch noch unsere letzte Chance, die uns vor dem Status eines Entwicklungslandes schützt, nämlich unser Ingenieurswesen. Naja, wir werden schon sehen, was wir davon haben. Ich allerdings fange ernsthaft an über Auswanderung nachzudenken…

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